Nachfolgesicherung heisst nicht unbedingt abgeben. Vielmehr ist es zuvorderst eine Frage des Risikomanagements für den Fall der Fälle zu gestalten und zu regeln, wer und wie die Lebensfähigkeit und Zukunft eines Unternehmens sichergestellt werden kann.
"Möge die Übung gelingen ...", könnte man sagen, wenn dann auch ein Generationswechsel an der Spitze eines Familienbetriebes ansteht oder generell eine Unternehmer-Nachfolge zu bewältigen ist. Nachfolge lässt sich nicht trainieren. Das Risiko des Misslingens ist Begleiter eines solchen Vorhabens und die damit verbundenen wirtschaftlichen, sozialen und persönlichen Folgen sind oft von schmerzhafter, weil existenzieller Bedeutung.
Unternehmer-Nachfolge ist in erster Linie ein emotional-sozialer Prozess und dann ein vernetztes Ganzes aus betriebswirtschaftlichen, juristischen und finanzpolitisch-steuerlichen Aufgaben. Das Spannungsfeld Unternehmung, private Interessen und Familie eröffnet eine komplexe Problemstruktur von Widersprüchen: Tradition und Veränderung, Selbstverwirklichung, Neue Märkte und Chancen, Macht und Nicht-Macht, Jung und Alt, Spontaneität und Nachdenklichkeit.
Besser zu früh als zu spät.
Neben fachlichen Themen geht es um einen möglichen Abschied von bzw. Kampf um Macht, Geld, Einfluss, Eitelkeiten und Ehre, um Familiengeschichte und –geschichten, um Absicherung und Versicherung, um Ängste, Einsamkeit und Emotionen der Unternehmerfamilie und betroffener Dritter, um Anerkennung und Wertschätzung. Bindungen stehen auf dem Prüfstand, ungeschminkte Erkenntnisse schmerzen.
Gerade für inhabergeführte und Familienunternehmen kann sich der Generationenwechsel zu einer veritablen Krisensituation ausweiten. Immer wieder wird über Traditionsnamen berichtet, die an der Aufgabe der Unternehmensübergabe und Nachfolgeregelung scheitern und nicht in der Lage sind, die strategische und führungsbezogene Kontinuität der traditionell geprägten Unternehmensstrukturen zukunftssichernd auf die nächste Generation zu übertragen. Angestammte familiär geprägte Unternehmen geraten in existenzielle Krisensituationen, müssen Fremdgesellschafter und Geschäftsführer integrieren oder sind durch die Macht des Faktischen gar zum Verkauf oder zur Zersplitterung gezwungen. Ursächlich sind nicht zuletzt ein zu langes Zaudern und Hinausschieben der Entscheidung.
Bestehen, Werterhalt und unternehmerischen Lebenserfolg sichern.
Die Sicherung der Unternehmenskontinuität und der damit verbundene Werterhalt als vitale unternehmerische Herausforderungen sind selbstverständlicher Teil des Risikomanagements und sollte bereits zeitnah nach einer Unternehmensgründung ins Auge gefasst werden. Sie beinhaltet auch die Vorsorge für Notfälle, wenn der Gründer durch Krankheit oder Unfall für längere Zeit ausfällt.
Im emotionalen Geflecht einer Familie ist es nicht immer leicht, eine sachbezogene Diskussion zu führen. Fragestellungen, wie das Lebenswerks des Gründers zu erhalten ist und welche Familienmitglieder in die Kompetenz- und Leitungsnachfolge berufen werden, treffen im Mark.
Die Experten von CPS-Schließmann begleiten Sie vertrauenswürdig und unparteiisch durch den gesamten vielstufigen Prozess der Nachfolgegestaltung und -regelung. Unser Workshop „Familienkonferenz“ ist das ideale Setting, um in einer von Diskretion und Vertrauen getragenen Atmosphäre eine gemeinsame Situationsanalyse und Marktpositionierung zu erarbeiten und erste Optionen zur Strategie der Nachfolgegestaltung zu konzipieren. Gerne erarbeiten wir danach die für Sie optimale Nachfolgeregelung bis hin zum Vertragswerk und begleiten Sie bei der bestmöglichen Umsetzung.
Weitere Informationen: Christoph Ph. Schließmann u.a., „Unternehmer Nachfolger“, 2001