


Das NO-GO-Phänomen. Wenn Führungskräften nicht mehr zu helfen ist Christoph Ph. Schließmann (Hauptautor) Anna Maria Pircher-Friedrich Peter Trück 194 Seiten, 15,8 x 23,5 cm, kartoniert, ISBN: 978-3-503-10637-0, 1. November 2007, Preis: EUR (D) 24,90 inkl. USt., zzgl. 3,95 Euro Versand. Viel zu oft scheitern Führungskräfte in der Wirtschaft. Jenseits pauschaler Führungsrezepte beleuchten Christoph Schließmann, Anna Maria Pircher-Friedrich und Peter Trück das sensible Thema. Christoph Schließmann entwickelte dazu das Cinderella-Modell zur Identifikation und Analyse von NO-GO-Situationen. Sie erfahren, wie NO-GO-Situationen in Unternehmen entstehen und vermieden werden können und wie ein Neubeginn aussehen kann. Mit zahlreichen Fallbeispielen aus der Praxis.
Von | Katja Kaygin (Hamburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen |
"Während andere Bücher immer wieder betonen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur fest genug daran glaubt, hält einem dieses Buch gnadenlos den Spiegel vor und betont, dass eine Führungskraft nur dann Erfolg hat, wenn die Ziele zur jeweiligen Persönlichkeit und deren Talente bzw. Leidenschaften affin sind. Eine "NO-GO" Situation für die Führungskraft ist demnach dann erreicht, wenn weder Schulungen und Coaching, noch ein härteres "an sich arbeiten" (try harder) das gewünschte Ergebnis bringen und die Führungskräfte mit sich bzw. der Situation überfordert sind. Um eine solche Situation sichtbar zu machen, wurde von Prof. Dr. Christoph Ph. Schließmann ein sogenanntes "Cinderella-Modell" entworfen. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich den Namen für das Modell nicht sehr glücklich gewählt finde, weil er eher unseriös wirkt - die Philosophie dahinter und auch die Art in der das Buch geschrieben ist, hat mir aber sehr gefallen. Spannend fand ich auch die Aussage, dass unterschiedliche Lebenszyklen des Unternehmens somit auch spezifische Persönlichkeits-Kompetenz-Profile erfordern, die eine einzige Person meist nicht verkörpern kann, d.h. es wird immer mehr "Manager auf Zeit" geben.
Zunächst wurde das Cinderella-Modell und ausgewählte Cinderella Zustände vorgestellt. Spannend hierbei fand ich das No-Go 7, wo es um Burnout bzw. den Verlauf des Erfolgssyndroms ging. Folgende zwei Sätze könnte ich dabei für diverse Männer dick rot unterstreichen: "Das meist zentrale Problem dieser Erfolgsmenschen ist, dass sie auf dem Weg nach oben nie lernen, das rechte Maß in ihrem Leben zu erkennen, zu definieren und zu leben. Neben dem rechten Maß in der Vernetzung von Wissen und Können mit den inneren und äußeren Strukturen und Kulturen im Unternehmen, gilt es dieses ausbalanciert auch im Privatleben zu finden." Den 11 folgenden Fallbeispiele zur Darlegung von No-Go Phänomenen bei Führungskräften oder Firmen merkt man an, dass sie direkt aus der Praxis kommen, denn ich denke, jeder hat das ein oder andere Beispiel bereits am eigenen Leib erfahren. Die Fallbeispiele wurden somit messerscharf analysiert und sprachlich auf den Punkt gebracht. So viel Offenheit und Ehrlichkeit lobe ich mir in einem Buch, denn wie bereits eingangs erwähnt, zielen die meisten Bücher darauf ab, dass alles möglich ist, egal ob sich die Person für eine Aufgabe eignet oder nicht. Absolut spannend fand ich die Idee auf Seite 86, wo das Image eines Unternehmens bestimmt werden sollte, indem man sich das Unternehmen als Person vorstellt.
Auf den letzten Seiten kommt dann Prof. Dr. Mag. (rer.soc.oec.) Anna Maria Pircher-Friedrich zu Wort, die darstellt, welche personenbezogene Ursachen hinter solchen NO-GO Situationen stecken. Im Grunde werden hier Werte aus dem Servant Leadership verwandt gestellt, die mit einer echten Entwicklung der Führungskraft (permanente Selbstreflexion, Selbstverantwortung, Selbstmotivation, Frustrationstoleranz etc.) einher gehen. Auch werden die 7 Tips der Sinnwidrigkeit erörtert. Besonders spannend fand ich in diesem Zusammenhang, dass aufgezeigt wurde, dass in Unternehmen immer noch kriegerische Metaphern am Werk sind, wie "der Markt als Schlachtfeld", "das Unternehmen als Armee" und "Mitarbeiter als Soldaten", die somit auch ein entsprechendes Menschen- und Leaderbild im Unternehmen entstehen lassen. Die Fragen, die sich Leader stellen sollten, sind Dinge wie: Erlaubt mein Führungsverhalten Selbstreflexion und Wachstum bei anderen, wozu bin ich im Unternehmen gut bzw. was kann ich besser als andere, warum sollten meine Mitarbeiter mir vertrauen, lebe ich sinnorientierte Werte und Visionen vor und warum sollen die Kunden gerade zu uns kommen? Den Abschluß bildet eine Darstellung zur Implementierung eines solchen Cinderella-Tools in den Unternehmen.
Den Autoren ist es gelungen, ein sehr spannendes und ehrliches Buch zu schreiben. Ich wünsche mir, dass viele Führungskräfte dieses Buch lesen und durch die kritische Auseinandersetzung mit dem Buch eine andere Führungskultur entstehen kann und immer weniger NO-GO Situationen entstehen."
Schließmann, Der Wirtschaftsschein - Die Grundlagen der Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik, Müller Albrechts Verlag, Düsseldorf
Schließmann, Bildschirmgeräteeinsatz und Betriebsverfassung, R.G. Fischer Verlag, Frankfurt, Diss. u. Fachbuch ca. 600 S.
Schließmann, Betriebsvereinbarung über ergonomischen Bildschirmgeräteeinsatz, Haufe Verlag, Freiburg
Schließmann, Bau-Marketing-Management und Projektentwicklung, in "Bauwirtschaft", Heft September 1989, S. 758 ff
Schließmann, Management auf Zeit, in "Acquisa",
37 Jg. Br. 11/89, S. 78 ff.
Schließmann, Geschlechtsspezifische Differenzierung der Altersgrenze bei der betrieblichen Altersversorgung, in "Betriebsberater",
Heft 6/90, S. 423 ff.
Schließmann, Managementpotentiale kurzfristig erweitern, in "Bauwirtschaft",
Heft 4/91, S. 85 f und 5/91, S. 78 f
Unternehmenszukunft in Hessen: Tendenzen - Orientierung - Strategien,
in Juniorenspiegel 6/91
Schließmann, Einführung in die Rechtsstrukturen des Anlagemarktes / Börse und Hinweise zum Anlegerschutz, in Schätzle R., Handbuch Börse 1992,
Heyne Verlag München
Schließmann, Die Arbeit an Bildschirmgeräten - Recht und Unternehmensführung, in: Glaubrecht/Halberstadt/Zander, Betriebsverfassung,
Heft 2/1994, Haufe Verlag
Schließmann, Personalmanagement: Rückforderungsmöglichkeiten von Kosten der Fortbildung von Arbeitnehmern; in: Das Personal-Büro, Okt. 1995,
Haufe Verlag
Schließmann: Strategisches Marketing, Fachbuch,
Gabler Verlag, Wiesbaden
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Hammer/Hinterhuber/Schließmann: Aufbruch in die Veränderung - Strategien für die erfolgreiche Unternehmensführung, Fachbuch,
Gabler Verlag, Wiesbaden
Schließmann: Generationenwechsel in Familienunternehmen,
in: Banken und Versicherungen, 12/1995
Schließmann, Arbeitsrecht und Management - eine empiriegestützte Untersuchung, in: Personalwirtschaft, Luchterhand, Heft 4/1996
Schließmann, Outsourcing, in: Personalwirtschaft,
Luchterhand, Heft 6/1996
Schließmann, Modernes Projektmanagement,
in: Hammer/Hinterhuber/Auckenthaler/Seghezzi/Strobl, Technologie- und Innovationsmanagement", Wien 1996
Schließmann, Herausgeber und Autor der 4 mal jährlich erscheinenden Praxiszeitschrift für Führungskräfte, Unternehmer und Personalleiter "SMART - Management und Arbeitsrecht", Luchterhand-Verlag als Beilage zur "Personalwirtschaft"
Schließmann, Personalmanagement & Arbeitsrecht, in Maess/Misteli/Günther, Das Unternehmerjahrbuch 1998, Luchterhand Verlag
Schließmann, Abfindungsanrechnung nach dem 1. SGB III-Änderungsgesetz,
in: Betriebsberater 6/1998, 318 f.
Schließmann, Mitbestimmung des Betriebsrates bei Personalinformationssystemen, in: Personalwirtschaft 3/99, S. 105ff
Schließmann, Outplacement – Rechtsfragen und Leistungsinhalte,
in: Personalwirtschaft 11/99, S. 46ff
Schließmann, Projekt "age.best" Visionen eines integrierten, ganzheitlichen Quality of Life, in: SiegTech, 17. Jg. Nr. 2, S. 37 ff
Schließmann, Potenziale aufdecken, in : Personalwirtschaft 4/2001, S. 34f.
Schließmann, Fandrich, Bloehs, Unternehmer-Nachfolge, Luchterhand 2001
manager magazin 09/2001
Wie kann ein Unternehmer seine Firma unbeschadet an den richtigen Nachfolger übergeben?
Abschied vom Lebenswerk
In den nächsten Jahre übergeben mehrere hunderttausend mittelständische Unternehmer in Deutschland ihre Firmen in andere Hände. Drei Rechtsanwälte haben ein Buch geschrieben, das bei der schwierigen Übung des Loslassens helfen soll. Die Stabübergabe vom alten an den neuen Eigentümer lässt sich mit dem von den Autoren entwickelten Modell genau projektieren.
Wichtigste Botschaft: Der Eigentümerwechsel ist ein sozialer Prozess. Bei der Mehrzahl der Übergaben werden einseitig die finanziellen Transferkosten optimiert. Unberücksichtigt bleibt hingegen der soziale Preis. Ein Fehler, können doch die Kosten, die durch den Wechsel an der Spitze entstehen, den Wert eines Unternehmens erheblich mindern etwa wenn durch eine Übergabe die Unternehmenskultur leidet oder wichtige Führungskräfte die Firma verlassen.
Folgerichtig befasst sich das in diesem Buch vorgestellte Modell zunächst mit der Analyse der emotionalen Situation der beteiligten Personen zum Beispiel des Unternehmers selbst, seines Lebenspartners oder seiner Kinder. Es folgt ein Leitfaden zur Untersuchung der strategischen Marktposition des Betriebs; hier lehnen sich die Autoren an das Wettbewerbsmodell von Managementprofessor Michael Porter an.
Nun muss noch der richtige Nachfolger gefunden und der Unternehmenswert bestimmt werden. Auch hier leistet das Buch Hilfestellung. Die letzte Stufe beim Planen des Übergabeprozesses bildet schließlich die Optimierung der Nachfolge unter rechtlichen und unter steuerlichen Gesichtspunkten.
Die Autoren haben alle Kapitel mit Checklisten und Fallbeispielen angereichert, so dass sich eine Unternehmensübergabe zuverlässig planen und zügig umsetzen lässt.
Fazit: Dieser praxisnahe Leitfaden wird jedem wertvolle Dienste leisten, der einer Unternehmensübergabe konfrontiert ist sei es als Alteigentümer, als Käufer oder als Berater.
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monatliche Kolumnen zum Thema Leadership und Human Ressource Management in FAZ-Sesselwechsel
Schließmann, Unternehmernachfolge: Schnittstellen-Falle , Consultant 5/2003
Schließmann, Die fünf Kernprobleme der „Unternehmer-Nachfolge“, in Vermögen & Steuern 10/03 S. 22-26
Schließmann, Betriebswirtschaftliche Nachfolgefähigkeit: Strategie und Führungs-Check als Basis der Vermögenssicherung, in: Vermögen & Steuern, 5/2004, S. 10 f.
Schließmann, Die Agenda 2010 in der Unternehmenspraxis, in: Personalwirtschaft 03/2004, S. 44 ff.
Schließmann, Das Phänomen Fehlzeiten unter Arbeitsrechtsaspekten, in: Personalwirtschaft 06/2004, S. 30 ff.
Schließmann, Alternativen für den Ausstieg, Modelle der Unternehmer-Nachfolge, in: GmbH-Geschäftsführer 08/2004, S. 8 ff.
Schließmann, Sperrfristen als Arbeitgeberthema, in: Personalwirtschaft 5/2004, S. 46 ff.
| Schließmann: Unternehmer aus Leidenschaft, redline.wirtschaft zusammen mit Prof. Dr. R. Hammer README.TQU, Dezember 2004 Kurzbeschreibung |
Schließmann, Innovative Unternehmens- und Nachfolgefinanzierung, in: Vermögen & Steuern 05/2005, S. 18 ff.
Schließmann, Vermögensvorteile im Ausland: Unternehmensstandort Schweiz, in: Vermögen & Steuern 08/2005, S. 16 ff.
Schließmann, monatliche Kolumne zu aktuellen Themen "Leadership und Arbeitsrecht" in unterschiedlichen Fachzeitschriften
2007
Schließmann, Kernprobleme der Unternehmens-Nachfolge in der österreichischen Tourismuswirtschaft, in: TourismusManagerAustria, edition 2007, S. 500 ff., Ablinger&Garber Verlag
Schließmann, Pircher-Friedrich, Trück, Das NO-GO Phänomen. Wenn Führungskräften nicht mehr zu helfen ist. Fachbuch, ESV-Verlag Berlin 2007
Schließmann, Die toten Winkel des Risikomanagements und die Lösung, in Der Aufsichtsrat 10.2009, S. 140f
Schließmann, Interdependency. Systeme verstehen - Dominoeffekte vermeiden. Fachbuch, Bank-Verlag Köln 2010
