

Strategie beginnt mit der Frage nach der Lebensfähigkeit eines Unternehmens im relevanten System.
Strategie für Unternehmen in komplexen Systemen
Das Strategiezentrum bündelt Forschung, Analyse und praktische Anwendungen zur strategischen Führung von Unternehmen in komplexen und dynamischen Märkten.
Im Mittelpunkt steht eine zentrale Frage:
Wie können Unternehmen in einem sich ständig verändernden System langfristig lebensfähig bleiben?
Die Arbeit des Strategiezentrum verbindet:
- strategische Marktanalyse
- systemisches Denken
- Komplexitätsforschung
- praktische Unternehmensanalyse
Ziel ist es, Unternehmen Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie ihre strategische Realität verstehen und gestalten können.
Lebensfähigkeit als neue Leitkategorie der Strategie
Viele klassische Strategiemodelle konzentrieren sich auf:
- Wettbewerbsvorteile
- Marktanteile
- Wachstum
Diese Perspektiven greifen jedoch in komplexen, dynamischen Systemen immer häufiger zu kurz.
Das Strategiezentrum verfolgt daher eine andere strategische Perspektive.
Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur:
Wie gewinnen wir im Wettbewerb?
Sondern:
Ist unser Unternehmen im relevanten System langfristig lebensfähig?
Lebensfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens:
- Veränderungen frühzeitig zu erkennen
- sich strukturell anzupassen
- Krisen zu absorbieren
- Chancen zu nutzen
Damit wird Lebensfähigkeit zur zentralen Zielgröße strategischer Unternehmensführung.
Unternehmen als Teil komplexer Systeme
Unternehmen agieren heute nicht mehr nur in Branchen, sondern in komplexen Systemen aus:
- Kundenbedürfnissen
- Technologien
- Wettbewerbern
- regulatorischen Rahmenbedingungen
- globalen Wertschöpfungsstrukturen
Diese Elemente stehen in ständigem Wechselspiel.
Strategische Analyse muss deshalb über klassische Branchen- und Wettbewerbsmodelle hinausgehen und das gesamte System berücksichtigen, in dem ein Unternehmen tätig ist.
Das Strategiezentrum entwickelt dafür Konzepte und Instrumente zur Analyse von:
- strategisch relevanten Märkten
- Unternehmenspositionen
- systemischen Interdependenzen
- struktureller Komplexität von Organisationen.
Zentrale Konzepte des Strategiezentrum
Strategisch relevanter Markt (SRM)
Der strategisch relevante Markt beschreibt nicht eine Branche, sondern das tatsächliche Problemfeld der Kunden.
Er umfasst alle Faktoren, die zur Erfüllung eines originären Kundenbedürfnisses beitragen – unabhängig von traditionellen Branchengrenzen.
Der Schließmann-Strategie-Würfel
Der Schließmann-Strategie-Würfel erweitert klassische Strategiemodelle um eine dritte Dimension:
die Lebensfähigkeit eines Unternehmens im relevanten System.
Der Würfel verbindet drei Perspektiven:
- Bedeutung eines Unternehmens im strategisch relevanten Markt
- strukturelle Rentabilität im Markt
- systemische Lebensfähigkeit des Unternehmens
Damit entsteht eine dreidimensionale strategische Standortbestimmung.
Komplexitätsanalyse
Komplexität wird im Strategiezentrum nicht nur als Herausforderung, sondern auch als messbare strategische Größe betrachtet.
Die Analyse untersucht unter anderem:
- Interdependenzen innerhalb von Organisationen
- strukturelle Stabilität von Systemen
- kritische Komplexitätsgrenzen
- Risiken systemischer Instabilität
StrategieAI
StrategieAI ist das Analyseinstrument, das diese Konzepte in der Praxis zusammenführt.
Die Plattform verbindet:
- Analyse des strategisch relevanten Marktes
- Bewertung der Unternehmensposition
- systemische Lebensfähigkeitsanalyse
- Komplexitätsdiagnostik
zu einer integrierten strategischen Standortbestimmung.
Verbindung von Theorie und Praxis
Die im Strategiezentrum entwickelten Konzepte werden sowohl wissenschaftlich als auch praktisch angewendet.
Typische Einsatzfelder sind:
- Strategieworkshops
- Unternehmensanalysen
- Transformationsprozesse
- Governance- und Führungsarchitekturen
Dabei geht es nicht um abstrakte Strategietheorie, sondern um eine realistische Analyse der strategischen Situation von Unternehmen.
Strategische Analysen aus Wirtschaft und Märkten
Die Arbeit des Strategiezentrum wird durch zahlreiche Analysen realer wirtschaftlicher Entwicklungen ergänzt.
Im Blog finden sich Beiträge zu Themen wie:
- strategische Fehlentscheidungen großer Unternehmen
- Marktverschiebungen und Disruptionen
- systemische Risiken in globalen Märkten
- Beispiele erfolgreicher Transformation.
→ Zum Strategie-Blog
Anwendung in der Praxis
Die Konzepte des Strategiezentrum bilden die Grundlage für konkrete Analyse- und Beratungsformate.
Ein Einstieg ist möglich über:
- Strategiestatus-Analyse
- Workshop Unternehmenszukunft
- StrategieAI-Analyse
Diese Formate helfen Unternehmen, ihre strategische Realität klar zu erkennen und tragfähige Handlungsoptionen zu entwickeln.
Ziel des Strategiezentrum
Das Strategiezentrum verfolgt ein klares Ziel:
Unternehmen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sie ihre Lebensfähigkeit in komplexen Märkten verstehen und gestalten können.


In meinem Buch „Das Konzept Interdependency, Springer, 2014 zeige ich nach vielen Jahren Forschung eine Sichtweise, bei der die Verknüpfung von Wissen, Intuition und emotionaler Kompetenz entscheidend ist, um Organisationen in komplexen, dynamischen Systemen erfolgreich zu steuern. Es geht nicht um isoliertes Fachwissen, sondern darum, Netzwerke von Beziehungen und Dynamiken zu durchschauen. Die Gefahr von Datenfluten und Komplexitätsfallen, die durch unkritische Datenaggregation entstehen erfordert eine kritische Selektion der relevanten Informationen erfolgt. Nur durch gezielte Fragestellungen lassen sich die „conditio sine qua non“-Elemente eines Systems identifizieren. Die Verknüpfung von Daten mit Erfahrungswerten und intuitiver Einsicht ist unverzichtbar für die Lebensfähigkeit komplexer Systeme. Ebenso zeige ich auf, dass Technologie zwar hilfreich, aber nicht allmächtig ist.